Die FridaysforFuture-Aktivistin

Lisa Gross
Die Klimaschützerin
Wer die Verkehrsprobleme von heute angehen und in den Griff bekommen will, braucht dafür ein leistungsfähiges System. Ein Verkehrssystem, das viele Menschen effektiv von einem Ort zum anderen bringt. Auch meine eigene Erfahrung zeigt, dass dies nur dann funktioniert, wenn dieses System wirklich attraktiv ist. Wenn es die Menschen schnell, bequem und zuverlässig transportiert. Wenn sehr viele Menschen es gerne und oft nutzen.
Die Lösung: die RegioStadtbahn NeckarAlb.
Die Verknüpfung der Bahnstrecken im Umland mit den Neubaustrecken in die großen Städte macht den alles entscheidenden Unterschied. Ein Beispiel: Wer heute von Kleinengstingen nach Tübingen in die BG Klinik fahren will, muss drei Mal umsteigen. Das ist umständlich, zeitaufwendig, unzuverlässig und schreckt viele Menschen ab. Mit der RegioStadtbahn wird kein Umstieg mehr nötig sein, denn man kann einfach sitzen bleiben.
Die Erfahrung aus anderen Städten zeigt: Dieses Konzept überzeugt viele Menschen, sodass viele vom Auto zur RegioStadtbahn wechseln. In Karlsruhe und Umgebung haben sich die Fahrgastzahlen seit ihrer Einführung oft mehr als verdreifacht! Auch der große Zuspruch für die Ammertalbahn nach ihrer Eröffnung bestätigt diese Beobachtung.
Das führt zu deutlich weniger Verkehr. Nicht nur viele Autos werden künftig öfter stehen bleiben, auch überlastete Busstrecken werden entlastet: Denn in einen Zug der RegioStadtbahn passen drei Mal so viele Menschen wie in einen Bus!
Im klimafreundlichen Tübingen entzündet sich derweil eine heftige Diskussion über die Frage, ob die RegioStadtbahn auch die wichtigen Ziele wie Universität, Klinikum oder Technologiepark in der Stadt anfahren soll.
Im klimafreundlichen Tübingen entzündet sich derweil eine heftige Diskussion über die Frage, ob die RegioStadtbahn auch die wichtigen Ziele wie Universität, Klinikum oder Technologiepark in der Stadt anfahren soll.
Für FridaysforFuture Tübingen sowie viele andere Umwelt- und Klimaschutzorganisationen steht fest: JA zur „TüTram“, also JA zur Innenstadtstrecke in Tübingen!
Die RegioStadtbahn mit Strecke durch Tübingen ist der wichtigste Beitrag zur Verkehrswende in der Region. Sie ist so attraktiv, dass sie eine echte Alternative zum Auto darstellt. Sie macht das entspannte, meist umsteigefreie Pendeln für die 33.000 täglichen Pendler*innen zur Uni, zum Klinikum oder in den Technologiepark erst möglich. Hinzu kommen fast 16.000 Tübinger*innen, die aus der Stadt auspendeln.
Auch die Klimabilanz der TüTram, aufgestellt von der Stadtverwaltung Tübingen in einer Vorlage an den Gemeinderat, zeigt eindeutig: Die Stadtbahn ist Klimaschützerin. Sie verlagert deutlich mehr Kilometer pro Person auf die klimafreundliche Bahn als ein Bus-System oder eine Seilbahn, die als Alternativen diskutiert wurden: nämlich annähernd vier Mal so viele: 79.000 jeden Tag! Zudem amortisieren sich die CO2-Emissionen der Bauzeit (das heißt: Die Emissionen beim Bau werden durch die Nutzung wieder „reingeholt“). Anders bei Straßenbauprojekten – dort steigen die CO2-Emssionen während der Nutzung sogar noch an.
Für uns steht fest: Die Stadtbahn leistet einen enorm wichtigen Beitrag zum Klimaschutz!
Im Ammertal und im Ermstal wird inzwischen schon gebaut. Weitere Planungen sind in vollem Gange. Jetzt müssen wir dranbleiben! Machen wir den Bürgerentscheid am 26. September zur Abstimmung über den Weg in eine nachhaltige Zukunft: damit die TüTram kommt und die RegionalSTADTBahn ihrem Namen gerecht wird.